Archive for the ‘_kreativ unterwegs’ Category

GRUNDTVIG-COMENIUS-geförderter EU-Kurs auf Lanzarote // In Service Grant-Course on Lanzarote

Samstag, November 15th, 2008

Einladung zu unserem EU-geförderten Kurs auf Lanzarote
Comenius/GRUNDTVIG Database Reference No: DE-2009-843-003

„Das Fremde und Ich – eine Ästhetik des Reisens”
Ein Projekt des EU-Bildungsprogrammes für lebenslanges Lernen (PLL) der Generaldirektion für Bildung und Kultur

Wie nehmen Sie das Fremde wahr? Fordert es Sie heraus? Erfordert es Toleranz? Gibt es Unterschiede zwischen „dem Fremden“ und „Vertrauten“? Gibt es Faktoren der Europäisierung, die Sie gefühlsmäßig irritieren? Wie gehen Sie mit inneren Konflikten um?

Im Zeitalter von Globalisierung und Migration begleiten das Neue und Fremde unseren beruflichen Alltag. Wir bieten Ihnen in einem einwöchigen Seminar inmitten der Naturschönheiten Lanzarotes die Möglichkeit zur künstlerischen Auseinandersetzung unter der professionellen Leitung der Berliner Künstlerin Karin Rosenberg

 

 

Alle Info’s zur Kursbeschreibung und Bewerbung:
http://www.art-aspects.de/de/europa/comenius_grundtvig.html

 

Invitation to our course on the island of Lanzarote
Comenius/GRUNDTVIG Database Reference No: DE-2009-843-003

“The Foreign and Me - The Aesthetic of Travel” A project in cooperation with the European Educational Program for Life-long Learning (PLL)

In which way do you perceive the Strange? Is it challenging you? Does it require tolerance? What is the difference between something “strange” and something “familiar“? Are there aspects of Europeanization, that confound you? What is your strategy in dealing with inner conflicts emanating from the confrontation with the “Other”?

Living in the age of globalization and migration, we are permanently being confronted with new and strange situations and qualities. The one-week seminar that will take place on Lanzarote in June 2009, offers you the possibility of an artistic examination of the issue under the special direction of the Berlin-based artist Karin Rosenberg

Any Information and course-description you’ll find here:
http://www.art-aspects.de/en/europa/comenius_grundtvig.html

39,90 - Ein Film von Jan Kounen

Sonntag, August 3rd, 2008

 

„Alles ist käuflich: die Liebe, die Kunst, der Planet Erde, Sie, ich.“ Octave Parango (Jean Dujardin) hat es geschafft – zumindest oberflächlich betrachtet. Er ist jung, talentiert, schwimmt im Geld und gehört zu den erfolgreichsten Kreativen seines Fachs. Seine Welt ist die Werbebranche. Er arbeitet für die größte Agentur „Ross & Witchkraft“ in Paris und entscheidet heute, was die Welt morgen kaufen wird. Octave sieht nicht aus, als wäre er aus einem Werbespot entsprungen – sondern besser! Die Frauen stehen bei ihm Schlange. Octave schreibt innerhalb weniger Minuten seine Kreativkonzepte und wird als Genie gefeiert.

39_90

www.myspace.com/neununddreissigneunzig

Er legt die schönsten Models flach und feiert die rauschendsten Partys. Erst als er seine große Liebe Sophie (Vahina Giocante) trifft und wieder verliert, gerät seine Leben auf der Überholspur ins Wanken. Octave erkennt, dass er selbst ein Opfer des Systems ist und beginnt an sich und seiner Scheinwelt zu zweifeln. Er will Sophie um jeden Preis zurückerobern und der oberflächlichen Werbewelt einen Denkzettel verpassen, die sie so schnell nicht vergessen wird…

 

„99 Francs“, F 2007, 100 min, R: Jan Kounen, D: Jean Dujardin, Patrick Millie, Kinostart: 31.7.

Quelle: www.alamodefilm.de

Mittwoch, Juli 30th, 2008

Quelle: http://blog.hallenprojekt.de/

Downshifting - der freiwillige Sprung von der Karriereleiter

Sonntag, Mai 18th, 2008


polylog Downshifting @ www.polylog.tv/fightclub.

PRO: Ständige Erreichbarkeit, globale Vernetzung, Informationsflut rund um die Uhr - immer öfter steigen entnervte Karrieremenschen aus.

CONTRA: Wer den Notwendigkeiten der modernen Arbeitswelt nicht gewachsen ist, kann gern in den Tag hinein leben - vielleicht macht ja eine Privatinsolvenz glücklicher.

Quelle: www.polylog.tv
rbb Fernsehen, Redaktion Polylux, 08.05.2008 23:49, Potsdam

“Filmpreisschwemme, die” (User: plusminus)

Samstag, April 5th, 2008

Passend zum letzten krativBLOG-Eintrag ein Kurzfilmbeitag.

polylog Lexikon filmpreise @ www.polylog.tv/lexikon

Quelle: www.polylog.tv
rbb Fernsehen, Redaktion Polylux, 04.04.2008 00:10, Potsdam

20. Filmfest Dresden - 15. bis 20. April

Donnerstag, März 27th, 2008

69 Filme aus 21 Ländern kämpfen um Goldene Reiter

 

Wettbewerbsauswahl für 20. Filmfest Dresden abgeschlossen | 40 Filme in den Internationalen, 29 in den Nationalen Wettbewerbsprogrammen |Thailand erstmalig im Wettstreit um Goldene Reiter dabei | Lars von Trier beteiligt sich mit „Occupations“ Knapp sieben Wochen vor Beginn des 20. Filmfestes Dresden (vom 15. bis 20. April) stehen die Wettbewerbsprogramme fest. In den sieben Internationalen Wettbewerben kämpfen insgesamt 40 Filme um die begehrten Goldenen Reiter. In den vier Nationalen Wettbewerben laufen 29 Streifen. Beiträge aus insgesamt 21 Ländern konkurrieren um die Trophäen. Die meisten kurzen Filme in den Internationalen Wettbewerben kommen aus Großbritannien (6), Spanien (5), Frankreich und Rumänien (je 4). Erstmalig greift ein Regisseur aus Thailand in den Kampf um die Goldenen Reiter ein.

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Nach unzähligen Sichtungsnächten steht das diesjährige Wettbewerbsprogramm fest. Robin Mallick, Festivaldirektor des Filmfestes Dresden: „Ich denke, dass es uns erneut gelungen ist, verschiedenste filmische Genres ins Programm der elf Wettbewerbe zu integrieren. Ernsthaftes und Spannendes ist genau so dabei wie Skurriles und Romantisches.“ Herauszuheben ist unter anderem. das Programm des Internationalen Wettbewerbs 5, das mit gleich zwei Höhepunkten aufwartet. Zum einen läuft hier „Occupations“ von Regie-Altmeister Lars von Trier. Zum anderen darf sich das Publikum auf den Oscar nominierten Streifen „Madame Tutli-Putli“ (Regie: Chris Lavis, Kanada) freuen. Darüber hinaus wird die Premiere Thailands im Wettbewerb mit Spannung erwartet: Das asiatische Land ist mit „Moen-Koey“ von Regisseur Sivaroj Kongsakul vertreten. Auch Filmfest erprobte Filmemacher finden sich in den Wettbewerbsprogrammen. So sind die ehemaligen Preisträger Konstantin Bronzit, Vuk Jevremovic, Bert Gottschalk und Christoph Wermke sowie Daniel Suljic mit neuen Arbeiten dabei. Neben den begehrten Edelmetall-Trophäen werden Preisgelder in Höhe von über 60.000 Euro vergeben, unter anderem der Filmförderpreis der sächsischen Kunstministerin (20.000 Euro). Damit ist das Filmfest Dresden erneut das höchstdotierte europäische Kurzfilmfestival. Das diesjährige Wettbewerbsprogramm wurde von einer achtköpfigen Sichtungskommission zusammengestellt. Eingereicht wurde die Rekordzahl von mehr als 2.000 Filmen aus aller Welt. Zur Sichtungskommission gehören: Robin Mallick (Filmfest Dresden), Johannes Vittinghoff (Filmfest Dresden), Andrej Krabbe (Filmfest Dresden), Jörg Polenz (Filmfest Dresden), Simone Lade (AG Kurzfilm), Stephan Raack (Programmkino Thalia), Sven Voigt (Filmgalerie Phase IV), Mandy Gerlach (TU Dresden). Die Wettbewerbe werden traditionell ergänzt von diversen Spezialprogrammen, die derzeit zusammengestellt werden. Das 20. Filmfest Dresden findet vom 15. bis 20. April im Filmtheater Metropolis Dresden statt.

 

 

Quelle: www.filmfest-dresden.de
Pressemitteilung – 20. Filmfest Dresden, 26.02.2008 – Dresden/Sachsen/Kultur

Bild: Titelbild Festivalmagazin, Gestaltung / Design, peck, Obst & Gemüse, www.spog.com

“Teil 1: Altershippness, die” (User: plusminus)

Sonntag, November 11th, 2007

EIN VIDEO VON polylog AUS DER REIHE “Das Lexikon” DAS MAN EINFACH SEHEN MUSS! Es geht um die kreativen “älteren” Menschen (Männer).


polylog Lexikon Comic @ www.polylog.tv/lexikon.

Quelle: www.polylog.tv
rbb Fernsehen, Redaktion Polylux, 13.09.2007 23:59, Potsdam

Die Wahrheit über das kreative proletariat in Berlin

Samstag, November 10th, 2007

Steigen wir doch nach vielen Monate Pause direkt in das Grundthema, nein das Fundament dieses BLOGs mit einem Videobeitrag ein, der sich mit dem kreativen proletariat, den digitalen bohèmigern oder den so genannten Urbanen Pennern befasst.

Katrin Bauerfeind von Polylux befasste sich nämlich in einem ihrer “Fort- setzungsromane Teil V” mit Berlin Mitte, dessen Hipness und “Arbeitscafés” und fand die Wahrheit über das kreative Berlin Mitte heraus.


polyog katrin berlin mitte @ www.polylog.tv/katrin

Quelle: www.polylog.tv
rbb Fernsehen, Redaktion Polylux, 18.10.2007 21:18, Potsdam

Lang. Lang ist es her…

Freitag, November 9th, 2007

berlin_02.jpgJa es ist lange her das hier im kreativBLOG mal geBLOGt wurde. Aber das hatte auch einen guten Grund. Der Admin von kreativBLOG sitzt jetzt auch in Berlin. Besser gesagt… er wohnt und arbeitet jetzt in der Bundeshauptstadt. Und wenn er auch viel arbeit hat wird er sein in letzter Zeit doch etwas vernachlässigtes kreativBLOGkind zumindest wieder am Wochenende besuchen und es pflegen. Freut euch auf weitere Lustige… Interessante und Kreative BLOGbeiträge.

UND IHR DÜRFT EUCH NATÜRLICH AUCH GERN REGE BETEILIGEN!

Grüße umgeben von Berliner Luft.     Euer Marcel

einsichten.fhtw-berlin - Werkschau 2007

Freitag, Juli 6th, 2007

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AUSPACKEN!

Studenten und Absolventen des Fachbereichs Gestaltung der FHTW Berlin zeigen, wofür es sich lohnt zu studieren!

So, 22. Juli ab 14 Uhr + Mo, 23. Juli 2007 10–16 Uhr

Wer?

Studenten von Kommunikationsdesign, Bekleidungstechnik / Konfektion, Modedesign, Museumskunde und Konservierung / Restaurierung / Grabungstechnik an der FHTW öffnen ihre Türen zum nigelnagelneuen Campus, zeigen Ergebnisse, schicken ihre Arbeiten auf den Laufsteg und lassen sich von Euch zwei Tage lang auf die Finger gucken. Auf einem Designmarkt packen wir aus, was in professioneller Arbeit im und neben dem Studium entsteht und beweisen, wie sich Studieren in barer Münze auszahlen kann.

Wir freuen uns darauf, Euch unseren neuen Campus zu zeigen, mit Euch ins Gespräch zu kommen und Sonntag abend zu feiern.

Was gibts?

- Präsentation von Semester- und Projektarbeiten
- Diplompräsentationen
- Modeschauen
- Mappenschau
- Vorträge
- Videos und Filme
- Designmarkt
- Sonntagsparty mit Livebands und DJs

» Das Programm als PDF zum Download.

Wo?

- FHTW, Campus Wilhelminenhof, Wilhelminenhofstraße 75 a, 12459 Berlin

Eine Wegbeschreibung und Infos zum Campus Wilhelminenhof gibt es hier: http://www.fhtw-berlin.de/Die_FHTW/Standorte/OSW.html

PRESSE, BLOG ODER FREUND VON GUTER GESTALTUNG!?

Bitte weitersagen! Ihr könnt gern folgenden Banner auf euer Website einbinden und uns verlinken:

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Der Link zu dem Banner: http://www.einsichten.fhtw-berlin.de/fhtw_werkschau_banner.gif

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Quelle: www.einsichten.fhtw-berlin.de

kgd - kreatives grafikdesign

Donnerstag, Juni 21st, 2007

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Nun ist es endlich so weit. kgd - kreatives grafikdesign hat seine Webseite aktualisiert und zeigt viel neue und interessant Arbeiten. Unter anderem kann man auf der Seite Presseartikel nach lesen und in interessanten Links stöbern. Ich hoffe euch gefällt die Seite.

Ich wünsche euch viel Spaß auf www.kreatives-grafikdesign.de

ON CALL / AUF ABRUF

Mittwoch, Juni 20th, 2007

5.—14. Juli 2007 / 5th—14th July 2007, Dresden

on-call-bloga.gifTemporäre Räume in Budapest und Dresden

Das Projekt fragt nach der aktuellen Situation junger kultureller Initiativen in Budapest und Dresden. Die
Initiativen sind in beiden postsozialistischen Städten mit einer Raumpolitik gemäß einer bloß ökonomischen Logik konfrontiert. ON CALL behauptet dagegen den Wert gemeinschaftlichen Handelns und die Notwendigkeit, diesem Möglichkeitsräume zu eröffnen. Zur Debatte stehen die Konzepte und Bedingungen jeweils genutzter Räume sowie die Motivationen, neue zu etablieren ebenso wie ihre Position in der ‚Öffentlichkeit‘ städtischer Gemeinwesen. Das Projekt soll in beiden Städten den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz langfristig angelegter kultureller Initiativen und ihrer Räume fördern.

Temporary used spaces in Budapest and Dresden

The project asks for the present situation of young cultural initiatives in Budapest und Dresden. In both
post-socialist cities these initiatives are confronted with a city development dominated by neoliberal economics. In contrast ON CALL declares the value and quality of collective action and the need to open up ‚Möglichkeitsräume‘ (sites of possibility) for it. The concepts and conditions of presently used spaces and the motivation to establish new ones will be debated as well as their position in the ‚public sphere‘ of urban communities. The project will improve the profile and the acceptance of the long-term cultural initiatives and their spaces in both cities.

Programme und Adressen im PDF Download / Programs and addresses in the pdf Download: ON CALL_PDF

“Kreativer Kampf gegen uniforme Massenware”

Montag, Juni 11th, 2007


Polylog Massenware Konsum Globalisierung @ www.polylog.tv/videothek.

“Schluss mit dem Einheitsbrei! Aus den Billigprodukten von … und … machen junge Kreative rare Einzelstücke.”

Quelle: www.polylog.tv
rbb Fernsehen, Redaktion Polylux, 24.05.2007 23:43, Potsdam

transmediale.07: unfinish! - Videoabend

Sonntag, Juni 10th, 2007

Videoabend Mittwoch, 13. Juni 2007, 20 Uhr

Unter dem Motto „unfinish!“ fand zu Beginn dieses Jahres in Berlin die transmediale.07 statt. Die mittlerweile 20. Ausgabe des Festivals für Kunst und digitale Kultur verlangte, scheinbar abgeschlossene Prozesse wieder zu öffnen: „unfinish!“ ist der Schlachtruf und der Fluch der digitalen Arbeit, die keinen Abschluss, sondern nur aufeinanderfolgende Versionen kennt. Wie vielfältig sind die Potenziale einer Situation?

transmediale.07: unfinish! - Videoabend

Der Videoabend zeigt mit „transmediale.07 video selection“ eine Auswahl von acht herausragenden Videoarbeiten aus über 1.000 Wettbewerbseinreichungen, die beim diesjährigen Festival in der Akademie der Künste in Berlin zu sehen waren. Das Programm vereint inhaltlich und stilistisch unterschiedliche Position der aktuellen, internationalen Videokunst:

Alexandra Crouwers „One Short Story [1]”
Niederlande/Belgien, 2006
Märchen oder Horrorgeschichte?
Blas Payri „Schaefferiennes – urbaines”
Spanien, 2005-2006
Pierre Schaeffers bahnbrechende Studien zur Musique concrète und die Möglichkeit ihrer Erweiterung auf das Bild
Matthias Meyer „The Black Museum”
Deutschland, 2006
Musikvideo, Experimental- und Kurzfilm: Die Geschichte eines Museums der schwarzen Bilder
Claire Hope „In All Honesty There’s Nothing I’d Like More”
Großbritannien, 2005
Eine Performerin synchronisiert eine Videoreise und fällt beständig in neue Rollen
Javier Toscano „The Chronic Argonauts”
Mexiko 2006
Erinnerungen als Quelle einer imaginären Zukunft
Billy Roisz, Toshimaru Nakamura „AVVA:RAGTAG”
Österreich/Japan, 2006
Zwielichtig, bunt gemischt – Videofeedbacks und Klänge, die aus der Kopplung von mischpult-internen Klangquellen stammen
Liu Wei „A Day to Remember”
Kanada, 2005
Die Ereignisse am Tian’anmen-Platz 1989 und die kollektive Erinnerung des chinesischen Volkes
Tim Shore „Cabinet“
Großbritannien, 2006
Dekonstruktion und Sabotage der Geschichte des amerikanischen Unabombers Kaczynski, der gegen den technologischen Fortschritt antrat

Teile des Programms sind in englischer Sprache.

Ausführliche Programminformationen (PDF): transmediale.07

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Veranstaltungsort: Motorenhalle. Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, Dresden

Die Buchcover-Verschwörung: Warum sehen die alle gleich aus? (User: mind-fields)

Sonntag, Juni 3rd, 2007

Es ist schon merkwürdig. Streift man durch die Buchhandlungen, fällt einem auf, dass die Cover vieler Neuerscheinungen nach dem gleichen Muster gestaltet sind: Flächenfüllende Illustrationen aus organischen Formen, gerne mit Körperteilen von Menschen oder Tieren kombiniert, durchzogen von einer handgemalt anmutenden Typografie, die Aufschluss über Titel und Autor gibt. Woher diese Ähnlichkeit?

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Begonnen hat alles mit Jonathan Safran Foers “Alles ist erleuchtet”, dessen Cover von Jonathan Gray unter dem Künstlernamen Gray318 gestaltet wurde. Gemalte Lettern füllen den gesamten Buchdeckel und fügen sich zu einer Illustration. Vielleicht noch berühmter ist das Cover von Foers zweitem Roman „Extrem laut und unglaublich nah“. Für diejenigen, die es nicht kennen: Es ist das mit der Hand, in der ebensolche hand- (oder mund-)gemalten Lettern herumtanzen. Weitere Beispiele für Covergestaltungen, die diesem Prinzip zu folgen scheinen: “Die alltägliche Physik des Unglücks” (Marisha Pessl), “Unentschlossen” (Benjamin Kunkel), “Eine echt verrückte Story” (Ned Vizzini) oder auch die Vorderseite des im Juli erscheinenden Buches “Nicht so schlimm” (Nicolas Fargues). Damit nicht genug: Die Computerfirma HP zitiert eben diese Gestaltungsprinzipien in ihrer aktuellen Werbekampagne auf das Deutlichste:

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Woher diese Ähnlichkeiten? „Dass sich Cover-Motive teilweise so ähnlich sehen, trifft nur auf eine bestimmte Art von Büchern zu und hängt natürlich mit der Zielgruppe zusammen. Covergestaltung ist ein Verkaufsargument, und diese Art von Buchcover funktioniert offenbar bei bestimmten Kundengruppen“, sagt Veronika Günther von der Werbeagentur Wunderamt. Sie hat das Thema Buchcovergestaltung für ihre Diplomarbeit gewählt. Dafür hat sie zahlreiche literarische Genres auf deren Gestaltungsmerkmale hin analysiert und festgestellt: Jedes Genre hat seinen eigenen Gestaltungs-Code. „Dan-Brown-Bücher sehen sich ja auch alle ziemlich ähnlich“, stellt Veronika fest. Illuminati, Diabolus, Sakrileg – sie alle haben diese sakral anmutenden Schriftzüge und mysteriös-angegruselte Cover-Illustrationen. Verlage suchen nach einem passenden Look für einen Autor, erklärt sie weiter. Diese so genannte Autorenausstattung bleibt natürlich bestehen, wenn sich ein Buch gut verkauft, denn man hofft, dass die Leser das Folgewerk wiedererkennen, wenn es dem Vorgänger äußerlich ähnelt.
Sind die sich stark ähnelnden Cover also einfach ein Zeichen dafür, dass Verlage keine Risiken eingehen wollen und erfolgreiche Gestaltungskonzepte einfach kopieren?

Manche Konzepte setzen sich eben durch, sagt Chrissi Jülich vom Designbüro NABF, genau wie bei vielen anderen Dingen, bei denen gestalterische Aspekte eine Rolle spielen. In den Neunzigerjahren waren Grafikdesigns oft sehr schriftorientiert. Irgendjemand setzte zum Beispiel den ‚Bauhaus’-Font auf ein Plattencover, und plötzlich tauchte diese Schriftart überall auf – in der Werbung, auf T-Shirts, in Magazinen und so weiter. Oder diese Spät-Neunziger-Mode, Porträts mit extrem hohen Kontrastwerten zu versehen, so dass nur noch helle und dunkle Flächen übrigbleiben. So etwas denken sich mutige Grafikdesigner aus, und wenn es funktioniert, findet man das Konzept später in der Sparkassen-Werbekampagne wieder. Spätestens dann weiß jeder: Es ist Zeit für was Neues. Wenn man wissen will, was gerade massenkompatibel ist, dann sollte man mal einen Blick auf diese vorgefertigten MySpace-Seiten-Layouts werfen. Das ist so was wie der Supermarkt der grafischen Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn man in dieser Hinsicht ganz weit vorne mitmischen will, sollte man es so schon mal nicht machen.

Die Gilde der Buchcoverdesigner für die junge bis mitteljunge Zielgruppe hat sich also auf handgemalte Illustrationen eingeschossen. Bücher mit diesem Outfit verkaufen sich momentan ganz gut und HP scheint auf diesen Zug einfach aufzuspringen und sich so die Popularität eines Jonathan Safran Foer zunutze zu machen. Was die Bücher betrifft: Zwar bleibt die Vielfalt durch die Gleichschaltung äußerer Erscheinungsbilder auf der Strecke, aber immerhin findet man bei diesen Beispielen was Gutes zum Lesen, wenn man hinter die Fassade schaut. Und wie jeder weiß, sollte man ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen.

ressource: web; jetzt.de

Konferenz URBAN POTENTIALS

Samstag, Juni 2nd, 2007

Zum Ende des Projekts URBAN POTENTIALS hin findet vom 7. bis 9. Juni 2007 in der Motorenhalle. Projektzentrum für zeitgenössische Kunst in Dresden die Konferenz und ebenfalls ab 7. Juni bis zum 30.6.2007 die Dokumentationsausstellung zu den Projekten innerhalb von Urban Potentials in den beteiligten Städten statt.

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Urban Potentials thematisiert Entwürfe, Perspektiven und Visionen zeitgenössischer Kunst zur Entwicklung städtischer Gemeinwesen in Mitteleuropa. Beteiligt sind fünf Kunstinstitutionen aus Budapest, Dresden, Rotterdam, Salzburg und Wroclaw. Die Konferenz will mit den Erfahrungen der bisherigen Aktivitäten in den einzelnen Städten Realität und Widersprüche von ‘Urbanität’ aufzeigen und diskutieren.

Wie und wo lässt sich heute Urbanität erfahren, wie bestimmen, oder ist sie per se als gesellschaftliches Moment ein offener, unberechenbarer Prozess, unsichtbar und auch nicht darstellbar? Gibt es denn eine Einigung darüber, dass Urbanität nicht mehr an physische Städte gebunden ist und umgekehrt die Besonderheit der Stadt nicht mehr an Urbanität? Oder liegen dessen ungeachtet die Chancen der Städte geradezu im Ausscheiden eines ‘Überschusses’, unbeachteter Ausschnitte, vermeintlicher Leerstellen, die doch von Bedeutung für eine städtebauliche und gesellschaftspolitische Entwicklung sein können, wo Provisorisches, Ungeplantes, Temporäres entstehen kann? Und welche Rolle spielt die Kunst in diesen Prozessen der Umgestaltungen?

Die an eine breite Öffentlichkeit gerichtete Konferenz will diesen Fragen aus unterschiedlichen theoretischen Disziplinen und praxisbezogenen Perspektiven nachspüren, Konstellationen in den verschiedenen Ländern und Regionen aufzeigen, die Möglichkeiten an Beteiligung in diesen Prozessen befragen und für eine spannende Diskussion offen legen.

In diese Konferenz eingebettet ist auch ein geladener Workshop, dessen TeilnehmerInnen sich mit einem weitgehend leer stehenden Fabrikgebäude in der Nähe des Bahnhofs Dresden-Neustadt Auseinandersetzen werden. Aus dem Ideenpool soll über das Projekt Urban Potentials hinaus ein tragfähiges Realisierungskonzept für eine Nutzung durch Vereine und (Kultur-)Initiativen erarbeitet werden.

Konzept und Leitung der Konferenz: Hildegard Fraueneder
Konzept und Leitung des Workshops: Torsten Birne

Das Programm der Konferenz ist unten beigefügt. Der Eintritt zu Konferenz und Ausstellung ist frei.

Weitere Informationen: Urban Potentials
Informationen zu Anfahrt und Tagungsort: Motorenhalle

Urban Potentials ist eine Initiative der Landeshauptstadt Dresden. Beteiligt sind folgende Institutionen: Studio junger Bildender Kunst, Budapest (Kuratorin: Rita Kalman), Kunsthaus Dresden (KuratorInnen: Christiane Mennicke, Torsten Birne), CBK Rotterdam (Kurator: Thomas Meijer zu Schlochtern), Galerie 5020, Salzburg (Kuratorin Hildegard Fraueneder) und BWA Galeria Awangarda, Wroclaw (Kuratorin: Jolanta Bielanska).
Gefördert durch: Cultur 2000, Ungarischer Nationalfonds, Stadt Budapest, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Stadt Rotterdam, Stadt Salzburg u.a.m.

Programm der Konferenz

Do., 07. Juni 2007
19:00 - 21:00 Uhr

Begrüßung: Manfred Wiemer (Landeshauptstadt Dresden, Leiter des Amts für Kultur
und Denkmalschutz)
Einführung: Dr. Hildegard Fraueneder (Kunstwissenschaftlerin und Leiterin der
Galerie 5020 in Salzburg)
Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Martina Löw (Soziologin, TU Darmstadt) “Städtische
Eigenlogik. Raumsoziologische Perspektiven auf Städte”

Fr. 08. Juni 2007
19:00 - 21:30 Uhr

19:00 Uhr Péter Gauder (Urbanist, Budapest) “Urbane Perspektiven: ‘Negative’
Räume positiv gesehen”
19:30 Uhr Florian Haydn (Architekt, Wien) “Ambivalenzen und Widersprüche
temporärer Raumnutzungen”
20:00 Uhr “Von der unendlichen Attraktion des Zeitweiligen”
Offene Diskussionsrunde mit Katja Friedrich (Architektin und Dozentin,
Dresden) / Stefan Meißner (Architektursoziologe, TU Dresden), Mathias
Heyden
(Architekt und Publizist, Berlin), Andrea Knobloch (Künstlerin,
Düsseldorf) und Max Rieder (Architekt und Publizist, Salzburg / Wien)
Moderation: Torsten Birne (Kunsthistoriker und Kurator, Dresden)

Sa., 09. Juni 2007
14:00 - 20:30 Uhr

14:00 Uhr Prof. Dr. Yvonne P. Doderer (Architektin und Stadtplanerin, FH
Düsseldorf) “Deltavilles. Europäische Stadtentwicklung im Zeichen von
Ökonomisierung, Entdemokratisierung und Inszenierung”
14:45 Uhr Regina Bittner (Kulturwissenschaftlerin, Stiftung Bauhaus Dessau) “Die
Rückkehr der Städte? Urbane Turbulenzen im östlichen Europa”
15:30 - 16:00 Uhr Pause
16:00 Uhr Jochen Becker (Kritiker und Kurator, Berlin) “International informal Style”
16:45 Uhr Dr. Gerald Raunig (Philosoph und Kunsttheoretiker, Wien) “Die Verteilung
im Raum. Für ein molekuläres Verhältnis von Raum und Sozialität”
18:00 - 19:00 Uhr Pause
19:00 Uhr “Widerlager oder sozialer Kitt: Wie gestaltet, wie agiert Kunst in urbanen
Interaktionsräumen?” Abschlusspanel der Konferenz mit Stefan
Bendiks
(Architekt, Rotterdam), Marcin Szczelina (Künstler und Kurator,
Wroclaw), Moira Zoitl (Künstlerin, Salzburg/Berlin) und Dr. Christiane
Mennicke
(Kunsthistorikerin und Leiterin des Kunsthauses Dresden)
(Moderation)

“Beton statt Plüsch”

Mittwoch, April 11th, 2007


PolylogModernBetonDesign @ www.polylog.tv/videothek

“Sessel und Nachttische aus kaltem Baustoff. Designliebhaber holen sich Beton in die gute Stube.”

Quelle: www.polylog.tv
rbb Fernsehen, Redaktion Polylux, 02.02.2007 00:05, Potsdam

PRO qm - Dresden - thematische Buchhandlung

Donnerstag, März 15th, 2007

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Ich wohne nun schon wirklich lange in Dresden und ich kenne auch das Kunsthaus in der Inneren Neustadt. Doch noch nie ist mir aufgefallen das dieser Buchladen der im Kunsthaus ein PRO qm - thematische Buchhandlung ist. www.pro-qm.de

Zu finden ist die Buchhandlung:

Rähnitzgasse 8 / 01097 Dresden

Geöffnet:

Di. bis Fr. 14 - 19 Uhr & Sa./So. 12 - 20 Uhr
(Die Öffnungszeiten können abweichen.)

(Fotoquelle: http://www.phonocake.org)

“Auf der Suche nach der digitalen Bohème”

Freitag, Februar 2nd, 2007


Link: sevenload.com

“Auf der Suche nach der digitalen Bohème”
Jörg Leupold & Michael Seemann

“Die digitale Bohéme wurde der verwunderten Öffentlichkeit von Sascha Lobo und Holm Friebe vorgestellt. Um diesen Diskurs den elitären Kreisen deutscher Feulletons zu entreißen und ihn so den noch eltiäreren Kreisen der Geisteswissenschaften zugänglich zu machen, haben wir uns auf eine allzu akademische Spurensuche begeben. Unser Projekt befasst sich vor allem mit den peripheren Zentren der an sich schon sozial und kulturell satuierten digitalen Bohème und versucht so die topologische Formation der Bohèmerie im nichtdigitalen Raum zu vermessen. Der erste Teil, bei dem wir in Hamburg/Willhelmsburg forschten ist videotechnisch völlig undokumentiert geblieben. Der heutige Forschungsaufenthalt in Nienstedt/Bankenese, gottseidank nur fast.”

User: http://en.sevenload.com/users/mspro

PRO qm - Opening Party Sonntag, 4. Februar 2007

Freitag, Februar 2nd, 2007

kreatives-proletariat.jpg

Neue Adresse / New Address / Nouvelle Adresse
Pro qm
Almstadtstraße 48-50
10119 Berlin

Opening Party
Sonntag, 4. Februar 2007

ab 18 Uhr:
Pro qm Eröffnung
Almstadtstraße 48-50, 10119 Berlin

ab 21 Uhr:
Pro qm Party im M12
(im Berlin Carré, neben McDonalds)
Karl-Liebknecht-Straße 13, 10178 Berlin
Live: MAN LIKE ME (London)
DJs: Man like me with Harry Sprout

Last Season Sale
5. bis 7. Februar
12 bis 20 Uhr Last Season Bücher

Alte Schönhauser Straße 48

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thematische Buchhandlung zu
Stadt, Politik, Pop, Ökonomiekritik,
Architektur, Design, Kunst & Theorie

Almstadtstraße 48-50, 10119 Berlin
geöffnet: Montag - Freitag 12-20 Uhr, Samstag 12-18 Uhr
Tel. 030.24728520, Fax 030.24728521
info@pro-qm.de

www.pro-qm.de

Die Farbe Neon (User: plusminusnull)

Montag, Januar 15th, 2007

sonic.jpgNeon, Neon und noch mal Neon und nein ich meine damit nicht das Jugend- und Trendmagazin NEON das im Verlag Neon Magazin GmbH erscheint. Genauer gesagt geht es um den neuen Trend der Farbe Neon. Vor 3 Jahren wurde sie von den Modedesigner Tode gesagt. Doch jetzt scheint diese Farbe und Mode der Anfang 90′er Jahre wieder In zu werden. Was in Deutschland noch nicht auf den Straßen zu sehen ist, ist in Amsterdam und London schon lange bekannt. Aber die Modewelt macht sich dieses Thema zur Zerreißprobe. Endwerder Liebt oder Hasst man es und findest es albern. Denn um diese Neon-Farben tragen zu können, muss man ein großes Maß an Selbstbewusstsein haben.

backgrounlightning.gifDoch schau her, wenn man in diesem Modestiel auf den Straßen unterwegs ist. Wird man nicht gleich komisch angeschaut. An einem normalen Donnerstag Nachmittag hatte ich den Test gemacht und mich in Neonfarbener Ballonseide auf den Straßen von Dresden bewegt. Ich war Tram, S-Bahn und Bus gefahren und bin in diesen Sachen durch eine Fußgängerzone und ins Büro gegangen. Ich kam zu dem Ergebnis das die Menschen einen schon anschauten, sie aber auf ein Positiv reagierten. In der Tram setzten sich relativ mehr Personen neben mich, als unter gleichen Umständen in „Normaler“ Bekleidung.

backgrounlightning.gifBands wie Klaxons und MIA Beweisen das es aktuell denn je ist. Die Modedesignerin und Stylistin Carri Mundane der Klaxons erklärte erst vor kurzen *I translate their sound into clothes* und dieser Sound ist wie die Neonfarbe der anfang 90′er. Zusammen mit Ihrem Freund Gareth Pugh der vor kurzen der Star auf der Londoner Fashion Week war, Kreieren sie die Neon- New-Rave-Mode in den schrillsten Farben und verrücktesten Mustern. Auch werden gern Op-Art-Grafikern und Motive aus der Comicwelt verwendet.

backgrounlightning.gifIm Großen und Ganzen kann man sich nur freuen das endlich mehr Farbe auf den Straßen zu sehen ist. Nur fragt sich ob dieser Trend auch in Deutschland Einzug hält oder ob es bei einer kleinen Gruppe aus Größeren Städten wie Berlin und Dresden, wo ich dies schon beobachten konnte bleiben wird.

Typologie: Klassische Flyer und ihre Botschaft (User: mind-fields)

Samstag, Januar 13th, 2007

01.jpgDer Danceparty-Flyer

Layout-Idee: Alter, das muss diesmal so richtig geil aussehen! Sexy, verstehste?

Wie sieht der aus: Hell, strahlend, mit Stimmungsfarben (gerne Apricot, Pink, metallicblau), stets überladen mit atmosphärischen Einfällen und solariumgebräunter Sonne, Mond und Sterne. Dazu Körperteile in über- natürlicher Knackigkeit und Plakativität (Tropfen auf Hintern, Hintern auf Tropfen, Hintern mit lasziven Frauengesichtern in der Mitte), 3-D-Typographie ohne Klein- buchstaben. Hintendrauf: Sponsorwerbung, zum Beispiel: Autohaus Neuner.

Inhalt: Höchstens Information über die Anzahl der bereitgestellten Areas

Papier: Dünn, sehr dünn und immer das normalste Format.

Slogans: Convicted in Time!
Dancemania Vol. 06!
Flirtfactory Mainfranken goes Pornparty!
Partyboost-Countdown.Klassischer DJ-Name: DJ TemKekk (NY, Ibiza)

Was der Flyer nicht sagt: Dass die knackigen Girls auf dem Flyer bezahlt sind und nur in Käfigen tanzen, dass DJ TemKekk (NY) einen weißen Anzug mit silbernem Hemd und Cowboyhut trägt, dass es zwar eine RedBull-Hostess aber keine Garderobe gibt und dass die Türsteher nur auf Bewährung draußen sind.

Was passiert mit dem Flyer: Er liegt hundertfach in den Pfützen des Industriegeländes, auf dem die Dancemania-Party stattfindet. Oder er liegt angekokelt im Regionalzug.

02.jpg
Der Metalflyer

Layout-Idee: Mächtig

Wie sieht er aus: Gefährlich, wie aus Eisen, so dass man Angst hat, ihn anzufassen. Viel Dornen und Runenkram, außerdem gotische Kirchenportale, mittelalterliche Kriegswaffen, viel grau, braun, Metall und schwarz und Dornenkranz feat. Katzenbuckel. Außerdem wichtig - Metalbands legen großen Wert auf ihre ganz individuelle-furchteinflößende Typographie. Besonders beliebt dabei: Buchstaben mit zackigen Spitzen, Buchstaben mit handgemauerten Serifen, brennende Buchstaben und solche, die aussehen wie aus Granit gemeißelt.

Inhalt: Bloß nicht zuviel harmloser Scheiß – lieber noch ein paar Drachenköpfe oder vielleicht ein Gruselfinger.

Papier: Hochglanz (wirkt gefährlicher und kälter)

Slogan: Raise the Dead!
DARKANDDEATH 2
Nekromantic-Night
Metal-O-Drom

Klassischer DJ-Name: DJ Priest / DJ Thor (The Hammer)

Was der Flyer nicht sagt: Dass zur Metal-Night am Freitagabend nur die größten Spießer überhaupt gehen, nämlich Metal-Fans und dass die Bands nach dem Konzert duschen und die Gitarristen ihre Haare mit kleinen weichen Gummibändern zusammenknoddeln.
Was passiert mit dem Flyer: Er wird kistenweise entsorgt, wenn der örtliche Konzertveranstalter (Edelwhite Entertainment) endlich Insolvenz anmeldet.

03.jpgDer Trance-Flyer

Layout-Idee: Der Flyer ist die Party!

Wie sieht der aus:
Form follows Wirrness: Spiralnebel, psychotische Neonmuster, maximale Turbulenz bei gleichzeitiger Wahrung farblichen Durcheinanders. Dazu Symbole: Tetris-Steine, Türen von Raumschiffen oder gleich Aliens mit großen, toten Augen. Seltener: Laserkanonen und schmelzende Zahlen. In der Provinz oft: smaragfarbene Turbinen.

Inhalt: -

Papier: Dünn, glänzig, mit scharfen Kanten. Format gerne auch mal quer oder ausserhalb der DIN-Norm.

Slogans: Psychoshuttle
Trancemission 9
Leaving Earth tonight
OUTTER SPACE CONTACT!
In der Provinz auch immer noch gerne: Große UFO-Party am Donnerstag

Klassischer DJ-Name: DJ Intersolar (Traunreut, Abyss)

Was der Flyer nicht sagt: Trance machen nur noch hängen gebliebene Hausmänner und ein paar verwirrte Ex-Gothic-Mädels, deren Klamotten nach Zimtschmutz und Kiffe riechen.
Was passiert mit dem Flyer: Er wird daheim im Reihenmittelhaus auf einer Magnetnotiztafel von MöbelLutz festgepinnt, unter der sich jeder Gast auch die Plateauschuhe ausziehen muss.

05.jpgDer Themenparty-Flyer

Layout-Idee: Hallo Promo-Agentur, wir brauchen einen Flyer für Leute, die eigentlich keine Flyer mehr lesen und bitte billig.

Wie sieht er aus: Übersichtlich, klar strukturiert, keinesfalls überladen sondern zurückgenommen, schließlich muss der Flyer gelesen werden und nicht nur blinken.

Inhalt: Umfangreich: Bierpreise (Bier/Rüscherl 1 Euro), Programmhöhepunkte (Live: Gitta von Gitta&Paul) , Zielpublikum (Single Ladies & Sugardaddys / Junggbliebene), Postleitzahl, Parkplatzsituation, Anfahrtskizze

Papier: Bodenständige Papierqualität, kein Luxuskram.

Slogan: Jung wie man sich fühlt-Party
Roaring Twenties Rudolfszell
Schlagersahne
Michel-in-der-Suppenschüssel-Party

Klassischer DJ-Name: DJ Jochen Biehl / DJ Frankieboy

Was der Flyer nicht sagt: Dass er nur Leute angelockt hat, die eigentlich keine Flyer mehr lesen weil sie überhaupt nicht mehr aus dem Haus gehen oder die schon lange auf eine Party warten, die speziell auf ihre (Kann ja nicht jeder gleich sein!) Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Was passiert mit dem Flyer: Er wird in Liebesbriefen beigelegt, mit dem Vermerk: Jutta, erinnerst du dich noch an unsere erste Nacht? Habe den Zettel nur deswegen aufgehoben. verliebtgrins, Miss you! Ulf.

04.jpgDer Punkkonzert-Flyer

Layout-Idee: Scheiße, schon um halb vier, ey, und keiner weiß, dass wir heute spielen.

Wie sieht er aus: Wie Punk. Ungelenk, schwarzweiß, übereinfach und über- untalentiert, gekritzelt oder mit Kartoffeldruck, vollgeschissen oder mit Rändern von Bierflaschen. Typo gerne Kinderschrift oder Schreibmaschine.

Inhalt: Vor allem Bandname und gelegentlich auch noch ein pointiertes politisches Statement (Kill Faschos! / Umgehungsstraße Malching jetzt!) Eher selten genauer Auftrittsort, stattdessen konspiratives Kürzel (Juze / Keller). Auf keinen Fall: Anfangszeit.

Papier: grobes altes Papier vom Speicher, abgerissener Karton, Bierdeckel etc.

Slogan: Außer Fuck! eigentlich keine die über die zu erwartenden Akteure hinausgeht. Die Botschaft dahinter sagt natürlich: Egal ob ihr Wichser kommt, wir schädeln uns heute abend wenigstens mal ganz offiziell weg, hähä.

Klassischer DJ-Name: Mütze, Pinsche, Korn, Atzo, Kralle, Asso, Alder

Was der Flyer nicht sagt: Die Band hat nicht nur keine Lust zum Flyer drucken sondern auch nicht auf ein ganzes Konzert, deswegen lässt sich der Sänger nach dem dritten Lied einfach rückwärts ins Publikum fallen und knallt dabei gegen den Kicker. Die Kollegen feuern ihm noch ein paar Flaschen hinterher und nehmen dann den Laden auseinander.

Was passiert mit dem Flyer: Entweder: Weil derjenige der ihn im Suff gekritzelt hat später eine erfolgreiche Künstlerkarriere stemmt, wird der Flyer zur gesuchten Rarität und der Taschen-Verlag bringt ein Buch mit den 53434 wegweisendsten Punk-Flyer heraus.
Oder: Er wird vor Ort kultisch verehrt, weil es nur drei davon gab und man sich damit an die eigene wilde Zeit erinnert.

06.jpgDer Indiepopflyer

Layout-Idee: Ich habe auf dem Flohmarkt so stylishe Dinge entdeckt, die müssen drauf – Lotte hat doch ne Lomo.

Wie sieht er aus: Zum Anbeißen, entweder kindisch-süß, oder nostalgisch-cool. Hauptsache und jedenfalls: ironisch! Und in technicolor, mit alten Fernsehern, Autos oder Musikinstrumenten. Auf keinen Fall: modern. Und bitte nicht: ernst. Farbtöne sind braun, prilblumig, orange. Typographie gerne bullig, gemütlich.

Inhalt: Politisch korrekt, leicht nerdig, alle wichtigen Infos plus Verweis auf die Homepage (und den Filzladen) von demjenigen, der den Flyer gestaltet hat.

Papier: Festes gutes Papier, gerne ungewöhnliche Formate (Polaroid).

Slogans: LoFi und Spaß dabei!
Britpop und Artverwandtes
pure indie fun (ironisch)

Klassischer DJ-Name: DJ Phonoboy / DJ Kartoffelbrot

Was der Flyer nicht sagt: Von wegen coole alte Verstärker und 60’s-Glam – es sind eben doch wieder nur die pickligen Ringelpulli-Jungs mit ihren Bundeswehrschuhen da und der DJ spielt schon um viertel vor zwölf Bitter Sweet Symphony, die Toilette ist verstopft und das Bier warm.Was passiert mit dem Flyer: Er wird von Mädchenhänden in WG-Küchen aufgehängt und von Jungshänden als Lesezeichen in Der Fänger im Roggen benutzt.

resource: jetzt.de
images: jetzt.de

Kunst Kauf Rausch: Die Suche nach dem perfekten Bild (User: mind-fields)

Donnerstag, Dezember 7th, 2006

Weitergeleitete E-Mail vom Kollegen im Postfach:

Liebe Freunde,
Nachwuchstalente (Kunsthochschule, Abschlusssemester) stellen aus.

ART is LOVE is ART
Vernissage am 1. Dezember, 19:00h

Kommandanturstr. 38, Rückgebäude

Kommt zahlreich und bringt Freunde mit.

Klingt ja fantastisch, denke ich. Genau das, was ich suche: Eine selbst organisierte Guerilla-Ausstellung von Kunsthochschulstudenten „im Rückgebäude“. Bestimmt sind die Wände dort verfallen und mit Graffitis besprüht, und zu trinken gibt es Rotwein aus der Tüte oder Leitungswasser aus dem Plastikeimer.

“Parole: Digital (2.0)” - Farbbeutel auf Silberfolie

Während der ICE-Fahrt zum Ausstellungsort nicke ich ein und träume von Frauen mit exzentrischen Frisuren und teuren Kleidern, von Männern mit großen Hornbrillen und Leinenanzügen. Alle stehen vor gigantischen Ölgemälden und diskutieren über Kunst als Wagnis zur Andersartigkeit. Mittendrin stehe ich, staune über so viel Kulturbeflissenheit und freue mich über ein überraschendes Angebot: „Segen der Stille“, Teer auf Rohseide, 180 mal 200 Meter: 79,90 Euro. Endstation – aufwachen.

Auf dem Hinterhof des Mietshauses mit der Nummer 38 stehen etwa zehn Menschen um einen kleinen Campingtisch, auf dem Teelichte flackern. Es ist kalt, darum wird Rotwein (aus Flaschen) und heißer Tee (wahlweise mit einem Schuss Rum) gereicht. Ich lasse mir von einem netten Mädchen mit einer Sherpamütze einen Grog mixen, denn mir fallen vor Kälte fast die Finger ab.

Das angrenzende Rückgebäude ist ein Flachbau, hübsch heruntergekommen, beinahe baufällig – genau so habe ich mir das vorgestellt. Die Ausstellung beinhaltet 15 Werke von vier Künstlern und erstreckt sich über drei sehr große von Neonröhren beleuchtete Räume, in denen sich außer mir jeweils eine bis zwei Personen aufhalten. Die ersten Bilder sind grauenhaft. Dunkle, matschige Töne überlagern sich in öligen Schlieren auf dicken Holzbrettern im geschätzten 15-mal-20-Zentimeter-Format. Formlos, flächig, düster und schlammig und außerdem viel zu klein für meine große Wand. Eher etwas für Nihilisten mit niedrigen Dachzimmerwohnungen.
Dazwischen: Großformatige Leinwände mit zerfließenden Neonfarben, grell, hart, very Eighties. Die sehen lustig aus, denke ich zuerst, wahrscheinlich wegen der coolen Titel: „Nexus, Bewegung, Neurose: 8 ist keine Zahl“ finde ich am besten. Nach zweiminütiger Betrachtung beginnt jedoch das Flimmern vor meinen Augen, und mir wird klar: Wenn ich so ein Ding zuhause aufhänge, wohne ich bald allein.
Der nächste Raum ist offenbar das ehrgeizige Solostück eines der Aussteller. Es hängen darin ganze drei Bilder, allesamt auf Karton gemalt. Riesige Pappen – wahrscheinlich ehemalige Möbelverpackungen. Die Motive sehen aus wie die Schreckensvisionen misshandelter Kinder: schwarze, geisterhafte Figuren mit fiesen Augen zeigen mit blutigen Fingern auf überfahrene Tiere. Hohe Tannen beugen sich über verlassene Feldwege. Der Stil erinnert an Fingermalereien im Kindergarten. Die Farben sind irgendwie krank – schwefelgelb, neonpink, kadmiumgrün erstrahlen postnukleare Winterlandschaften, die von schwarzen Schatten durchzogen und in die gestreifte Struktur des Papphintergrunds gedrückt werden. Ich bin zwar angewidert, aber gleichzeitig tief beeindruckt.

“Firmament des Schweigens” - Wachsmalkreide auf Backpapier (Toppits)

„You like these?“ fragt mich eine Stimme und mahnt mich ungewollt, den Unterkiefer wieder hochzuklappen. Ich fahre herum und spüre den mittlerweile dritten Grog.
„Ääh… ja, sure“, stammele ich. Englisch? „Erm - Great work.“
Der junge Mann freut sich professionell über die Kritik. Er stellt sich als der verantwortliche Künstler vor und fragt mich, ob ich auch male.
„Ich? Oh nein, haha, ich doch nicht. Nein, nein. So was könnte ich gar nicht. Dazu fehlt mir der Sinn und die ääh … Pappe.“
Mann, dieser Grog.
„Oh, you noticed?“, freut sich der Künstler. Er ist klein. Und er trägt einen altmodischen Hut zu einem schwarzen 2nd-Hand-Anzug mit alten Turnschuhen. Er berichtet mir von seiner Arbeit, dass er eigentlich aus Minnesota kommt, aber hier studiert hat und bald sein Studium beendet, seine Freundin auch hier ausstellt (die Grogfrau mit der Sherpamütze – von ihr sind die Neon-Attacken) und dass er Deutschland als Kunsthochburg schätzt. In Amerika sei es viel schwieriger, die Leute an seine Kunst heranzuführen. Auf Pappe malt er am liebsten. Er verwendet Acrylfarben und fixiert sie anschließend mit Haarspray. Seine Art zu reden ist sehr sympathisch und der Grog hat mich hemmungslos gemacht.
„Hau matsch for sis one?“, höre ich mich fragen und deute auf eines seiner Werke. Erst dann erkenne ich, dass darauf zwei kopulierende, säugetierartige Wesen unter einem rosa Himmel abgebildet sind. Ich schlage mir innerlich vor die Stirn, doch der Meister erklärt mir geduldig, dass dafür eigentlich sein Galerist hier in der Stadt zuständig sei. Er würde mir das Bild jedoch für 2000 Euro Cash jetzt hier sofort in eine Decke hüllen und mitgeben, weil wir uns so nett unterhalten haben. Über seine Galerie müsste ich eher 3000 Euro für das gleiche Bild hinlegen, könne aber dort auch bequem mit Kreditkarte zahlen.
Als mein Hustenkrampf abgeklungen ist, frage ich erschöpft: „Mit Rahmen?“ Der Künstler ist empört. Es gehören keine Rahmen dazu, erklärt er mir. Diese Werke dürften weder gerahmt noch aufkaschiert werden, sondern müssten in ihrer Rohheit direkt an einer weißen Wand hängen – ohne alles.
„My work is pure, you know, just as I am.”
Schon gut, schon gut. Ich frage ihn, ob er auch etwas Günstigeres hätte oder wenigstens wüsste, wo ich so etwas kriegen kann. Sein Lächeln gefriert.
In diesem Augenblick betritt eine grünblonde Frau mit einer gelb gerahmten Brille und einem Mantel aus Kunstrasen den Raum, erblickt meinen Maler, reißt die Arme hoch und schreit: „Daaaaaahling!“ Sie fallen sich in die Arme, küssen sich auf den Mund und verlassen Arm in Arm das Rückgebäude, um sich an der Tee-und-Rum-Bar über doofe, unwissende Vernissagebesucher aus Bayern das Maul zu zerreißen.

Ich verlasse schwankend den Hinterhof und höre die Kunstrasenfrau im Gehen noch diverse male „Daaaaahling!“ schreien. Komische Szene, denke ich. Und immer noch kein Bild in Sicht.
Wenn ich weiter zu solchen Guerilla-Ausstellungen gehe, werde ich am Ende Alkoholiker oder verrückt. Ich glaub, ich geh lieber mal in eine Galerie.

“Das kreative Proletariat”

Dienstag, November 28th, 2006


arm+kreativ @ www.polylog.tv/monolux

Das neue Schwester- magazin von polylux machte sich die armen, kreativen zum Thema einer ganzen Sendung. Dies beweist das das Thema Aktueller denn je ist. Der Bericht “Das kreative Proletariat” wurde mit neuen Interviews und Kommentaren ausgebaut. So z.B. mit einem Interview von Holm Frieber und Sascha Lobo die das Buch “Wir nennen es Arbeit” schrieben. „Sie ernennen die friedensliebenden Selbermacher zu den Vorreitern der zukünftigen Arbeitswelt.“

“Sie glauben nicht an große Karriere: Gut ausgebildete Workaholics sind das hippste Proletariat aller Zeiten.”

Quelle: www.polylog.tv
rbb Fernsehen, Redaktion Polylux, 27.11.2007 21:58, Potsdam